
+++ AKTUELL+++ MARIO ACKERMANN ZURÜCK IN DER SCHWEIZ +++ DAS TEAM DER MARKETINGAKADEMIE HAMBURG WÜNSCHT PAUL WEITER GUTE BESSERUNG +++
Das Team Leopardy mit dem Schweizer Team-Captain Mario Ackermann (Service Manager T-SAS, Tecan Sales Switzerland AG) und dem britischen Co-driver Paul Cooper (Service Manager GBR, MacGregor GBR Ltd.) war seit dem 18. Juli unterwegs von Sussex, England nach Ulaan Baator, in die Hauptstadt der Mongolei - in einem neun Jahre alten Fiat Panda mit einem 1,2 Liter-Motor!
Bis Usbekistan hatte das Team alle Grenzen problemlos passiert: über den Ärmelkanal in Richtung Deutschland, weiter zum Schwarzen Meer in die Türkei zu Service Manger Cem in Istanbul, durch den Iran und Turkmenistan nach Usbekistan.
Dort der Rückschlag: Paul erkrankte an einer schweren Blinddarmentzündung und sein Zustand wurde stündlich schlechter. Ein Transport war nicht möglich, so entschloss Mario, ihn in Samarkand, einer Provinz in Usbekistan, operieren zu lassen - mit Erfolg. Schon nach wenigen Tagen im Krankenhaus konnte der 48jährige Paul Cooper in die Hauptstadt Taschkent mit einem Zug fahren und flog zurück nach London - medizinisch Fachkundige können die Narbe im Internet analysieren - vgl. Links unten.
The show must go on - Mario Ackermann fuhr mit seinem Leo alleine weiter durch Kasachstan und Russland zur mongolischen Grenze. Nach einigen Tagen Wartezeit hatte er nun die Wüste Gobi vor sich - und ausgerechnet da fuhr „Leo“ nur noch 25km/h und ist am folgenden Tag nicht mehr angesprungen - nach 13.721 km!
Zwei Teams halfen aus und ließen Proviant für drei Tage da in der Hoffnung, dass ein Auto in der Lage war, den Panda „Leo“ abzuschleppen - durch die Wüste über 250km weit! Das Auto einfach stehen zu lassen war nicht möglich, da andere Rallye-Teilnehmer einfach keinen Platz mehr hatten: zwar war bei den meisten nicht mehr viel Proviant an Bord, bei einer Tankstellendichte von 1:500km dafür aber umso mehr Benzin dabei… Und tatsächlich: ein Minivan schleppte Leo ab - kein Vergnügen bei 60km/h, schlechter Sicht und ständigem Steinschlag. Nach über sechs Stunden Fahrt in einer größeren Stadt angekommen, das Aus für das ehemalige Auto der Schweizer Post: weder für die Elektrik, noch die defekte Benzinpumpe waren Ersatzteile vorhanden - Ackermann entschied sich für den öffentlichen „Nahverkehr“: 650km durch die Wüste Gobi mit 20 Mitfahrern in einem Bus mit 14 Sitzen…für Mario Ackermann die schmerzlichsten Stunden seiner mittlerweile vierwöchigen Tour bis in die Mongolei. Immerhin war der Weg nicht mehr Sache des 34-jährigen, denn im Reglement der Rallye waren Navigationsgeräte und GPS ausdrücklich nicht vorgesehen.
Am 25. August um 2.30 Uhr morgens die Zielankunft: Ulan-Bator und eine erste Dusche nach zehn Tagen! Ackermann genoss ein Bett zum Übernachten, die Party der anderen Rallye-Teilnehmer und den ersten telefonischen Kontakt mit seinen Verwandten nach etlichen tagen der „Funkstille“. Am 29. August ging es dann über Peking in die Schweizer Heimat zurück - über Peking mit dem Flugzeug.
Getroffen haben sich beide im Service Manager-Lehrgang (KVD) an der MarketingAkademie Hamburg, der im März 2009 endete. „Gerade für die organisatorischen Belange war der Kurs Gold wert: die umfangreiche Vorbereitung mit dem richtigen Projektmanagement, genau zu wissen, was wo in welcher Anzahl benötigt wird, ist im Unternehmen schon wichtig, war für uns beide aber überlebenswichtig“, so Ackermann.
Gerüchte konnten seitens der Hamburger Weiterbildungseinrichtung am Osterbekkanal nicht bestätigt werden, dass dort nun auch Überlebenstrainings und kasachische Sprachkurse angeboten werden: Paul Cooper und Mario Ackermann konnten sich auf der Reise sogar ohne Russischkenntnisse verständigen.
Im Internet kann die komplette Route nachstudiert werden. Zudem finden sich dort fantastische Fotos und Videos aus einer anderen Welt, angefangen vom Start des historischen Motorsportparcours über Bilder aus dem Iran und den Weiten der Strecke:
Auf der Teamwebsite von Leopardy ist unter Anderem das komplette Tagebuch des Teams nachzulesen:
Die Teilnahme an der Rallye hatte auch zum Ziel, Spenden für caritative Projekte zu sammeln. Diese werden immer noch dringend benötigt und sind herzlich willkommen:
Pressebericht in der Schweizer "20 Minuten":

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